Wahrsagen, die einen verdammen es als Scharlatanerie und die anderen gehen heimlich, still und leise zum Wahrsager, um sich besser auf die Zukunft vorzubereiten. Das Wahrsagen selbst ist so alt wie die Menschheit und welches Medium der Wahrsager benutzt, liegt ganz an ihm selbst. Es gab Wahrsager im alten Rom, die den Rabenflug deuteten oder aus Hühnereingeweiden lasen. Heutzutage bevorzugen die Leute eher das Kartenlegen oder das Hellsehen als Instrument zum Wahrsagen. Die Kirche und die moderne Wissenschaft lehnen Wahrsagen als nicht beweißbar ab, wobei die Maßstäbe in der Regel so gestellt werden, dass die Wahrsager scheitern müssen. Obgleich dies allen Leuten bekannt ist, gehen trotzdem viele Menschen zum Wahrsager ihres Vertrauens, mehr oder weniger regelmäßig. Warum also gehen ganz normale Menschen zum Wahrsagen? Weil sie eine Beratung brauchen, die ihnen kein Wissenschaftler und kein Geistlicher geben kann. Sie möchten einen Blick in die Zukunft werfen, um auf das gefasst zu sein, was dort auf sie zu kommt. Dabei geht es nicht darum zu hören, dass man Morgen Lottomillionär oder so etwas wird. Meist geht es bei der Beratung um ganz kleine, alltägliche Probleme wie zum Beispiel, ob die Wahl des Lebenspartners richtig war oder nicht. Die Beratung eines guten Wahrsagers umfasst also nicht nur einen Einblick in die Zukunft, sondern auch eine Beratung, wie der Kunde die Zukunft angehen soll. Vielleicht ist man sich bei seiner Entscheidung unsicher und sucht nach einer Entscheidungshilfe, die nicht objektiv sein muss. Ein guter Wahrsager verfügt auch über eine gewisse Menschenkenntnis und beachtet eine Fürsorgepflicht für seine Kundschaft.