Das Kartenlegen ist eine jahrhundertealte Form des Wahrsagens, die inzwischen zu einem eigenständigen Bereich geworden ist. Was einem ein Kartenleger offenbart, liegt ein wenig an dem Kartenblatt, welches der Kartenleger benutzt. Es gibt die großen Lenormandkarten, Zigeunerkarten, Kipperkarten, Tarotkarten und manche bevorzugen einfach ein normales Skatblatt, um in die Zukunft und Vergangenheit des Kunden einen Blick zu werfen. Mit jeder dieser Varianten können ganz andere Aussagen getroffen. Zum Beispiel lässt sich mit einem Tarotblatt eher die Entwicklung eines Charakters vorhersagen als jetzt ein Blick in die zukünftigen Ereignisse werfen. Beim Tarot geht es eher darum, den Kunden in seiner seelisch-geistigen Entwicklung zu unterstützen. Zigeuner oder Kipperkarten sind eher Wahrsagekarten, die sowohl die nahe Vergangenheit als auch die nahe Zukunft deuten. Wer einen Kartenleger aufsucht, möchte meist einen persönlichen Blick in seine Zukunft werfen. Da er bei einem Kartenleger die Karten entweder selber mischt oder zieht, ist dies für viele ein plausiblerer Weg als das Hellsehen mit einer Kristallkugel, worauf der Kunde keinerlei Einfluss hat. Die meisten Kartenleger werden nach der Entwicklung einer Beziehung zum Lebenspartner befragt. Eher wenige fragen nach der Entwicklung im beruflichen Bereich oder nach einer anstehenden Erbschaft. Wenn die Karten offen liegen, kann der Kunde zum Teil selber sehen, was auf ihn zukommt, wenn er sich mit der Deutung der Karten auskennt. Denn die Karten lügen nicht! Es kommt allein auf die Deutung durch den Kartenleger an, was für eine Aussage ein guter Kartenleger letztendlich trifft. Es gehört eine gute Portion Menschenkenntnis dazu, genauso wie auch Einfühlungsvermögen und natürlich die intuitive Begabung.