Die höchste Spielklasse im deutschen Männerfußball ist die Fussball-Bundesliga. Bis zu ihrer Einführung am 28. Juli 1962 dauerte es aber noch einige Jahre.
In der Spielzeit 1932/33 existierten nämlich noch deutschlandweit 55 regionale Ligen, wie z. B. die Bezirksliga oder Gauliga, mit Erstligastatus. Die erste Idee einer sogenannten „Reichsliga“ kam vom DFB-Präsident Felix Linnemann schon im Jahr 1932 auf. Diese Pläne wurden aber von den Regionalverbänden abgewiesen. Allerdings konnte ein Jahr später eine Straffung auf 16 Gauligen durchgesetzt werden. Da aber in vielen europäischen Fußballnationen schon nationale Profiligen existierten, waren die Deutschen Mannschaften international meist nicht konkurrenzfähig. Ursache waren Leistungsunterschiede in den bundesweit verstreuten Oberligen und die dadurch zu wenig geforderten deutschen Top-Teams.
Es dauerte allerdings wieder 16 Jahre, bis nach dem zweiten Weltkrieg in Westdeutschland über eine landesweite Profiliga diskutiert wurde. Auch hier waren die Landesverbände gegen eine Profiliga. Der Deutsche Fußball Bund hatte ebenso seine Zweifel, ob sich der sportliche Wettstreit und die Marktwirtschaft miteinander vereinbaren ließen. Zudem befürchteten viele Kritiker der Profiliga, dass die Vereine zahlungsunfähig werden könnten. So scheiterte in einer außerordentlichen Sitzung des DFB-Bundestages 1958 in Frankfurt der nächste Versuch zur Gründung der Bundesliga. Bald fand man aber Befürworter in Personen wie dem Bundestrainer Sepp Herberger und dem späteren DFB-Präsidenten Hermann Neuberger.
Am 28. Juli 1962 war es dann endlich so weit. Auf dem DFB-Bundestag im Goldsaal der Westfalenhalle in Dortmund stimmten die Delegierten der einzelnen Landesverbände mit 103:26 Stimmen der Einführung einer Bundesliga zur Spielzeit 1963/64 zu. Europaweit hat sich der Fussball längst etabliert und spielt eine wichtige Bedeutung.